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Wandern in Dresden: 6 Routen bis in die Sächsische Schweiz

Wandern in Dresden: 6 Routen von der Elbe bis zur Bastei, mit Strecke, Gehzeit, Schrittzahl und Karte. Alle Starts an S-Bahn, Straßenbahn oder Bus.

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Wandern in Dresden: 6 Routen bis in die Sächsische Schweiz

Wandern in Dresden: 6 Routen bis in die Sächsische Schweiz

Wandern in Dresden heißt zweierlei. In der Stadt läufst du über die Elbwiesen, durch den Großen Garten oder die Elbhänge in Loschwitz hinauf, und in der Dresdner Heide beginnt der Wald direkt hinter der Neustadt. Und mit der S-Bahn S1 bist du in gut einer halben Stunde in der Sächsischen Schweiz, wo Bastei und Lilienstein warten.

Hier sind sechs Routen: drei Spaziergänge in der Stadt, eine Wanderung durch die Dresdner Heide und zwei Tagestouren ins Elbsandsteingebirge. Zu jeder Route findest du Strecke, Gehzeit, die ungefähre Schrittzahl und einen Link zur Route in Google Maps.

Alle Routen zum Wandern in Dresden im Überblick

Die Schrittzahl basiert auf rund 1.300 Schritten pro Kilometer, das ist ein typischer Wert für Erwachsene. Die Kalorien gelten für eine Person mit 70 kg. Deinen persönlichen Wert berechnest du mit dem Kilometer-in-Schritte-Rechner.

RouteTypStreckeGehzeitSchrittekcal (70 kg)
Loschwitz & ElbhangStadtwanderung5,5 km1,5–2 Std.ca. 7.200ca. 345
Großer GartenRundweg6 km1,5 Std.ca. 7.800ca. 315
Elbufer bis Blaues WunderSpaziergang7 km1,5–2 Std.ca. 9.100ca. 370
LiliensteinWanderung7,5 km3 Std.ca. 9.800ca. 475
Bastei & SchwedenlöcherWanderung9 km3,5 Std.ca. 11.700ca. 565
Prießnitzgrund (Dresdner Heide)Wanderung9,5 km2,5 Std.ca. 12.400ca. 500

Auf flachen Wegen verbrauchst du grob 0,75 kcal pro Kilogramm Körpergewicht und Kilometer, mit Steigungen etwas mehr. Für dein eigenes Gewicht hilft der Schritte-zu-Kalorien-Rechner.

Wandern in Dresden: Routen in der Stadt

Die ersten beiden Routen sind flach und gut mit Kinderwagen machbar. In Loschwitz geht es dagegen über Treppen und steile Gassen bergauf, dafür hast du oben den besten Blick über die Stadt.

1. Großer Garten: Runde um Palais und Carolasee

Barockes Palais im Großen Garten in Dresden mit Rasenflächen davor
Foto: Brücke-Osteuropa, CC0, via Wikimedia Commons
Strecke
6 km
Gehzeit
1,5 Std.
Schritte
ca. 7.800

Rundweg · Start/Ziel: Straßburger Platz, Dresden

Der Große Garten ist mit rund 147 Hektar der größte Park der Stadt und liegt nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt. Du startest an der Haltestelle Straßburger Platz (mehrere Straßenbahnlinien, u. a. 1, 2 und 13) neben der Gläsernen Manufaktur und folgst der Hauptallee schnurgerade bis zum Palais. Das Barockschloss in der Mitte des Parks gehört zu den frühesten Barockbauten in Deutschland, der Park selbst wurde ab 1678 angelegt.

Hinter dem Palais wird es ruhiger. Du läufst bis an den östlichen Rand und kommst dann am Carolasee mit dem Carolaschlösschen vorbei. Über die Querallee geht es zurück zum Startpunkt. Unterwegs kreuzt du immer wieder die Gleise der Parkeisenbahn, deren Züge zum Teil von Kindern und Jugendlichen betrieben werden.

Gut zu wissen: Der Park ist frei zugänglich und hat viele Bänke. Die Wege sind breit und befestigt, damit eignet sich die Runde auch gut zum Joggen oder für einen schnellen Spaziergang in der Mittagspause.

2. Elbufer: Neustädter Markt bis Blaues Wunder

Blick vom Neustädter Elbufer über die Elbwiesen auf die Dresdner Altstadt
Foto: Cookroach, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Strecke
7 km
Gehzeit
1,5–2 Std.
Schritte
ca. 9.100

Start: Neustädter Markt, Dresden · Ziel: Schillerplatz, Dresden

Der Klassiker unter den Spaziergängen in Dresden. Vom Neustädter Markt (Straßenbahn 4 oder 9) gehst du hinunter ans Neustädter Elbufer und drehst dich erst einmal um: Von hier siehst du die Altstadt mit Frauenkirche, Hofkirche und Semperoper fast so, wie Canaletto sie im 18. Jahrhundert gemalt hat. Danach folgst du einfach dem Weg über die Elbwiesen flussaufwärts.

Du kommst an der Stelle vorbei, an der bis 2024 die Carolabrücke stand, läufst unter der Albertbrücke und der Waldschlößchenbrücke hindurch und erreichst die Saloppe, Dresdens erstes Wasserwerk von 1875 mit Biergarten. Danach wird es grün: Über dir am Hang liegen die drei Elbschlösser, Schloss Albrechtsberg, das Lingnerschloss und Schloss Eckberg, vor dir die Elbwiesen. In Loschwitz endet der Weg am Körnerplatz. Über das Blaue Wunder gehst du zum Schillerplatz, dort fahren die Straßenbahnen 6 und 12.

Gut zu wissen: Das Blaue Wunder wird seit einigen Jahren saniert und ist teilweise eingerüstet. Zu Fuß kommst du trotzdem über die Brücke.

3. Loschwitz: Elbhang, Schwebebahn und Luisenhof

Blaues Wunder über der Elbe mit Elbwiese und dem Loschwitzer Elbhang im Hintergrund
Foto: Gerd Eichmann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Strecke
5,5 km
Gehzeit
1,5–2 Std.
Schritte
ca. 7.200
Höhenmeter
120 m

Rundweg · Start/Ziel: Schillerplatz, Dresden

Diese kurze Runde ist die anstrengendste in der Stadt, weil es rund 110 Höhenmeter am Stück bergauf geht. Vom Schillerplatz (Straßenbahn 6 und 12) gehst du über das Blaue Wunder, die Brücke von 1893, nach Loschwitz. Vom Körnerplatz steigst du über steile Gassen und Treppen zur Bergstation der Schwebebahn hinauf. Die Bahn von 1901 ist eine der ältesten Schwebebahnen der Welt und überwindet auf 274 Metern gut 80 Höhenmeter.

Oben läufst du hinüber zum Luisenhof an der Bergstation der Standseilbahn. Die Terrasse wird oft „Balkon Dresdens“ genannt, und der Blick über das Elbtal bis zur Altstadt erklärt, warum. Über die Plattleite geht es durch das Villenviertel wieder hinunter an die Elbe und auf dem Uferweg zurück zum Körnerplatz und über die Brücke zum Schillerplatz.

Abkürzen: Wenn du nicht hinaufsteigen möchtest, nimm die Schwebebahn oder die Standseilbahn (seit 1895, 547 Meter lang) ab Loschwitz. Beide gehören zu den Dresdner Verkehrsbetrieben. Die Schwebebahn macht vom 2. bis 13. November 2026 Herbstpause.

Kombinieren: Route 2 endet genau dort, wo diese Runde beginnt. Zusammen kommst du auf rund 12,5 km und gut 16.000 Schritte.

Wandern in der Dresdner Heide

Die Dresdner Heide ist das größte zusammenhängende Waldgebiet innerhalb der Stadtgrenze und beginnt direkt hinter der Neustadt. Für diese Route brauchst du feste Schuhe, die Wege sind unbefestigt und nach Regen schlammig.

4. Prießnitzgrund: Von Klotzsche in die Neustadt

Die Prießnitz fließt durch grünen Laubwald in der Dresdner Heide
Foto: Albrecht Voß, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Strecke
9,5 km
Gehzeit
2,5 Std.
Schritte
ca. 12.400

Start: Bahnhof Dresden-Klotzsche · Ziel: Alaunplatz, Dresden

Die Prießnitz ist rund 25 km lang und fließt den größten Teil ihres Weges durch den Wald, bevor sie in der Neustadt in die Elbe mündet. Diese Route folgt ihr flussabwärts. Du startest am Bahnhof Dresden-Klotzsche (S2 und S8) und bist nach wenigen Minuten im Wald. Erstes Ziel ist der Prießnitzwasserfall, eine kleine Stufe, über die das Wasser zwischen Steinen hinabrauscht.

Danach geht es durch den Prießnitzgrund nach Süden. Der Weg bleibt meist nah am Bach, mit kleinen Holzbrücken und viel Farn. Weil es fast nur bergab geht, ist die Route trotz ihrer Länge entspannt. Am Ende kommst du am Rand der Albertstadt aus dem Wald und gehst über den Alaunplatz zur gleichnamigen Haltestelle der Straßenbahn 13. In der Äußeren Neustadt um die Ecke findest du Cafés für die Pause danach.

Tipp: Lade dir die Route vorher herunter. Im Prießnitzgrund kreuzen viele Waldwege, und nicht alle sind gut ausgeschildert.

Wandern bei Dresden: Sächsische Schweiz mit der S-Bahn

Die S1 fährt etwa alle 30 Minuten vom Dresdner Hauptbahnhof Richtung Bad Schandau. Nach Kurort Rathen brauchst du rund 35 Minuten, Königstein liegt ein paar Minuten weiter. Beide Touren führen in den Nationalpark Sächsische Schweiz: Hier brauchst du Trittsicherheit, gute Schuhe und solltest auf den markierten Wegen bleiben.

5. Bastei und Schwedenlöcher ab Kurort Rathen

Basteibrücke zwischen Sandsteinfelsen im Morgennebel, im Hintergrund der Lilienstein
Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons
Strecke
9 km
Gehzeit
3,5 Std.
Schritte
ca. 11.700
Höhenmeter
350 m

Rundweg · Start/Ziel: Bahnhof Kurort Rathen

Die Bastei ist das bekannteste Ziel der Sächsischen Schweiz. Vom Bahnhof Kurort Rathen setzt du mit der kleinen Gierseilfähre über die Elbe und steigst durch den autofreien Ort auf dem Basteiweg hinauf. Nach knapp 200 Höhenmetern stehst du auf der Basteibrücke: Die Sandsteinbrücke von 1851 ist rund 76 Meter lang und überspannt die etwa 40 Meter tiefe Mardertelle. Die Aussichtspunkte liegen rund 194 Meter über der Elbe.

Hinter dem Berghotel geht es zur Pavillonaussicht und dann hinunter in die Schwedenlöcher. Die enge Schlucht mit über 700 Stufen hat ihren Namen aus dem Dreißigjährigen Krieg, als sich die Bauern der Gegend hier vor schwedischen Soldaten versteckten. Unten folgst du dem Amselgrund am Amselfall vorbei nach Rathewalde, und über den Rathewalder Fußweg gelangst du zurück zur Bastei und auf dem Basteiweg hinunter nach Rathen.

Stand Oktober 2026: Nach einem schweren Sturm Ende Juli 2026 ist der untere Amselgrund zwischen Rathen und den Schwedenlöchern noch gesperrt, deshalb führt die Runde über Rathewalde. Basteiweg, Basteibrücke und Schwedenlöcher sind wieder offen, die Felsenburg Neurathen bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Sobald der Amselgrund wieder frei ist, kannst du von den Schwedenlöchern direkt nach Rathen absteigen. Die Runde wird dann deutlich kürzer. Den aktuellen Stand findest du beim Nationalpark Sächsische Schweiz.

Gut zu wissen: Für die Fähre in Rathen brauchst du ein eigenes Ticket, VVO-Fahrkarten und das Deutschlandticket gelten dort nicht.

6. Lilienstein ab Königstein

Der Tafelberg Lilienstein über der Elbschleife bei Königstein in der Sächsischen Schweiz
Foto: Henry Mühlpfordt, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Strecke
7,5 km
Gehzeit
3 Std.
Schritte
ca. 9.800
Höhenmeter
370 m

Rundweg · Start/Ziel: Bahnhof Königstein (Sächs Schweiz)

Der Lilienstein ist mit rund 415 Metern der einzige Tafelberg der Sächsischen Schweiz rechts der Elbe und das Wahrzeichen des Nationalparks. Vom Bahnhof Königstein gehst du ein paar Schritte zur Personenfähre nach Halbestadt. Auf der anderen Seite steigst du steil am Waldrand hinauf und folgst dem Hang Richtung Sellnitz, bevor der Nordaufstieg beginnt: kurz, steil, mit Steinstufen und Eisenleitern direkt am Fels.

Oben führt ein Rundweg über das Plateau mit Blick auf Festung Königstein, die Elbschleife und bis zu den Schrammsteinen. Auf dem Gipfel stehen zwei Obelisken, einer erinnert an den Besuch Augusts des Starken 1708, der andere an das Wettiner-Jubiläum 1889. Für die Pause gibt es eine Gaststätte auf dem Plateau. Zurück geht es über den Südaufstieg durch den Wald, am Hotel Lilienstein vorbei und hinunter zur Fähre.

Gut zu wissen: Wegen der Leitern ist die Route laut Tourismusverband nicht für Hunde geeignet. Prüf vor der Tour in der VVO-Auskunft, wann die Fähre fährt.

Wandern in Dresden: Tipps für deine Tour

  • Mit Bahn, Tram und Bus anreisen. Alle sechs Routen beginnen und enden an einer Haltestelle. Für die Sächsische Schweiz brauchst du ein Ticket für den VVO-Verbundraum, mit dem Deutschlandticket ist die S1 abgedeckt. Die Fähre in Rathen kostet extra.
  • Früh starten. An der Bastei ist es an sonnigen Wochenenden ab dem späten Vormittag sehr voll, auch der Basteiweg ab Rathen. Unter der Woche oder mit der ersten S-Bahn hast du die Aussicht fast für dich.
  • Trittsicher sein. Die Stufen in den Schwedenlöchern und die Leitern am Lilienstein sind bei Nässe rutschig. Wanderschuhe mit Profil sind hier Pflicht, in der Stadt reichen Turnschuhe.
  • Sperrungen prüfen. Nach Stürmen und Felsstürzen werden in der Sächsischen Schweiz immer wieder Wege gesperrt. Schau vor der Tour beim Nationalpark Sächsische Schweiz nach.
  • Auf den Wegen bleiben. In der Kernzone des Nationalparks darfst du nur markierte Wege benutzen.
  • Routen kombinieren. Elbufer und Loschwitz passen direkt hintereinander. Wer mehr Sächsische Schweiz möchte, findet mit dem Malerweg einen Fernwanderweg in Etappen.

Schritte zählen beim Wandern

Ein Spaziergang zählt genauso wie eine Wanderung. Mit der App Steps siehst du nach jeder Route, wie viele Schritte, Kilometer und Kalorien zusammengekommen sind, und ob du dein Tagesziel erreicht hast. Wie lang deine Schritte sind und wie weit du damit kommst, zeigt dir der Schrittlängen-Rechner.

Häufige Fragen

Wo kann man in Dresden gut wandern?

Zum Wandern in Dresden eignen sich vor allem die Dresdner Heide mit dem Prießnitzgrund und die Elbhänge in Loschwitz. Für längere Touren fährst du mit der S1 in die Sächsische Schweiz, zum Beispiel zur Bastei oder zum Lilienstein.

Wie komme ich von Dresden in die Sächsische Schweiz?

Mit der S-Bahn S1 ab Dresden Hauptbahnhof. Sie fährt etwa alle 30 Minuten und braucht nach Kurort Rathen rund 35 Minuten. Von dort setzt du mit der Fähre über und steigst auf dem Basteiweg zur Bastei hinauf.

Ist der Rundweg über die Schwedenlöcher geöffnet?

Stand Oktober 2026 sind Basteiweg, Basteibrücke und Schwedenlöcher wieder offen. Der untere Amselgrund zwischen Rathen und den Schwedenlöchern ist nach Sturmschäden noch gesperrt, deshalb führt die Runde über Rathewalde zurück. Den aktuellen Stand meldet der Nationalpark Sächsische Schweiz.

Wie viele Schritte hat die Wanderung zur Bastei?

Die Runde ab Bahnhof Kurort Rathen über Bastei, Schwedenlöcher und Rathewalde ist rund 9 km lang, das sind etwa 11.700 Schritte. Bergauf und auf Stufen werden die Schritte kürzer, dann sind es eher 13.000.

Wo kann man in Dresden spazieren gehen?

Für einen Spaziergang in Dresden eignen sich die Elbwiesen am Neustädter Ufer und der Große Garten. Beide Routen sind flach, durchgehend befestigt und gut mit Kinderwagen machbar.

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Such dir eine Route aus, steig in die Straßenbahn oder die S1 und lauf los. Ob 7.800 Schritte im Großen Garten oder fast 12.000 an der Bastei: Jede dieser Routen bringt dich deinem Tagesziel ein gutes Stück näher.


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Titelbild: Elbe und Altstadt in Dresden, Foto von Hangman'sDeath, CC0, via Wikimedia Commons.

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